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Service-Tipps

Nie wieder Reifenpanne!?

Reifenpanne? Es gibt wohl nichts Nervigeres als das. Dabei gibt es Reifen, die sich selbst reparieren können. Cool.

Eine Kautschukschicht im Reifen versiegelt ein auftretendes Loch in dem Moment, in der es entsteht. Bild: Contiseal

Eine Kautschukschicht im Reifen versiegelt ein auftretendes Loch in dem Moment, in der es entsteht. Bild: Contiseal

Reifenpannen passieren immer dann, wenn es absolut nicht passt: Wenn es schüttet wie aus Kübeln, nachts auf einer einsamen Straße, nach dem Einkauf, mit den Kinder auf der Rücksitzbank, auf der Fahrt in den Urlaub – und häufig auch an gefährlichen Stellen, wie auf der Autobahn. Mehr als 240.000 Reifenpannen zählte allein der ADAC im Jahr 2020. Die Dunkelziffer ist also hoch. Wer noch nie einen Reifen gewechselt hat, tut sich schwer damit – und macht sich sicher schmutzig. Und die Handhabung mit den Reifendichtmitteln, wie sie heute in vielen Autos vorzufinden sind, ist auch nicht ganz einfach.

Ein kleiner Nagel reicht
Generell sind Reifen sehr robust und widerstandsfähig, aber leider vor Pannen nicht gefeit: Ein Nagel, eine Schraube oder ein kleines, scharfkantiges Stück Metall – und die Fahrt ist jäh beendet. Das passiert manchmal so abrupt, dass es für die Verkehrsteilnehmer:innen gefährlich wird. Reifen, die sich im Pannenfall selbst reparieren, können solche Situationen verhindern und den Straßenverkehr sicherer machen.

Sofort wieder verschlossen
Vom Reifenhersteller Michelin gibt es Reifen mit der Kennzeichnung Selfseal, beim Hersteller Continental heißen diese Contiseal. Beide haben eines gemeinsam: eine zähflüssige Kautschukschicht im Reifen. Diese verschließt oder versiegelt (englisch to seal) ein auftretendes Loch in der Lauffläche in dem Moment, in der es entsteht.

Die Klebeschicht ist nur wenige Millimeter dick und an der Innenseite der Lauffläche aufgebracht. Durchstechen ein Nagel oder eine Schraube den Reifen und das Dichtmittel, presst der Reifeninnendruck die zähe Masse unmittelbar beim Eindringen gegen den Fremdkörper. Die Luft im Reifen kann also nicht entweichen, der Reifendruck bleibt konstant. Fällt etwa der Nagel bei der Weiterfahrt heraus oder er wird entfernt, dann drückt das Dichtmittel sofort nach und verschließt den Reifen zuverlässig.

Weiterfahren ist angesagt
Laut Michelin dichten diese Reifen rund 90 Prozent aller Einstiche von Nägeln und Schrauben auf der Lauffläche bis zu einem Durchmesser von sechs Millimetern ab. Continental spricht von 80 Prozent und Löchern von bis zu fünf Millimetern. Autobesitzer:innen müssen die Reifen nach einer Durchstich-Panne auch nicht vorzeitig wechseln – sie lassen sich bis zum Ende der Laufzeit weiterfahren. Ersatzräder, Reifendichtmittel oder der Ruf des Pannendienstes gehören damit der Vergangenheit an.

Die selbstreparierenden Pneus gibt es von den Herstellenden als Sommer-, Ganzjahres- und Winterreifen für Pkw, Offroad-Fahrzeuge, Transporter und auch Kleinlastwagen.